ES GIBT EINEN AUSWEG – Ikonische Malerei von Siegmund Schneider

Ikonische Malerei von Siegmund Schneider

Vernissage 20.5.2022, 19 Uhr
Am Tabakquartier 60 | 1. OG | Loft 28 | 28197 Bremen
Öffnungszeiten immer Dienstag und Freitag , 17 – 20 Uhr
Sonntag, den 12.6.2022, 14 – 18 Uhr

Die Dauer der Ausstellung ist mindestens 4 Wochen.
Sollten uns die Räume über diesen Termin weiterhin zur Verfügung stehen, geben wir das bekannt.

Es gibt einen Ausweg
Ikonische Malerei von Siegmund Schneider

Fiktive Skulpturen und Gebilde, die der Formsprache der Architektur entlehnt, jedoch nicht in Stein gehauen, sondern auf Papier, auf Leinwand gebracht sind, das sind die Arbeiten von Siegmund Schneider.

Der Anspruch des Künstlers an Kunst im Allgemeinen – und an die eigene selbstverständlich besonders – ist Intensität und Ausstrahlung. Er will Unbequemlichkeit und Irritation erzeugen.
„Sie [die Kunst] muss vielschichtig sein, und vor allem sollte sie ein Anliegen haben, welches über Kunstinterna hinausgeht“
So malt Siegmund Schneider nicht erbauliche Bilder, sondern beschäftigt sich mit Themen wie Macht und Gewalt, Einsamkeit, Isolation und Desorientierung. Eine Art der Dystopie, die in freundlichen Farben gekleidet daher kommt. Wobei die Dramaturgie seiner Kompositionen die Themen seiner Malerei zur Ikone erheben.
Siegmund Schneider beschäftigt sich mit Krisen. „Die Welt, wie wir sie kennen, bricht zusammen!“  Er setzt sich seit Jahrzehnten mit dieser Überlegung auseinander. Was ihm in der Vergangenheit eher das Etikett des ewigen Nörglers einbrachte, zeigt heute, wie Recht er hatte.

Corona und auch der Krieg eines Autokraten gegen die Demokratie haben ihn nicht gelähmt. Siegmund Schneider gehört nicht zu den Künstlern, die von der aktuellen Krise aus dem Workflow gerissen wurden, denn Krise kann er. Es entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Arbeiten, die die Gegenwart abbilden. Und der Künstler lässt durch die konkrete Betitelung seiner Werke keinen Zweifel entstehen: Der Betrachter soll denken! Hier ist denken erlaubt. Gar nicht denken ist nicht erlaubt.

Siegmund Schneider kann Krise. Aber es zeigt sich auch in der Kunstwelt, dass wieder Arbeiten mit Tiefgang gefragt sind, nein – gefordert sind.
Nichts ist aktueller am Weltgeschehen als diese Ausstellung.
„Wir sehen die Risiken und ahnen die Chancen“ (Christian Sievers, ZDF-heute journal, 22.05.2022).
Krisen und die Energie, die daraus entstehen und genutzt werden wollen: Nichts anderes will diese Bildershow zeigen.

Wir freuen uns über die unbürokratische Unterstützung des Inhabers der Immobilie, der sein Eigentum für Kunst zur Verfügung stellt. Ebenso geht ein Dank an die Firma Justus Grosse, für die Vermittlung und die kurzen Wege der Kommunikation.
Ein herzlicher Dank geht auch an den Senator für Kultur Bremen für die Förderung.